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Markt Frontenhausen  |  E-Mail: info@markt-frontenhausen.de  |  Online: http://www.markt-frontenhausen.de

Geschichte

Auf Funden in der Umgebung kann man schließen, dass bereits vor 4000 Jahren in der Jungsteinzeit erste Siedlungen bestanden. Seit der Bronzezeit ist eine Besiedelung durch Funde belegt. Vage Hinweise um 800 deuten mit „Häuser des Franto“ auf die Ursprünge des Namens hin und erste urkundliche Erwähnung der Grafen von Frontenhausen findet sich um 1100. 1226 erlosch das Grafengeschlecht. Dem Ort Frontenhausen wurde am 13.12.1386 durch Herzog Friedrich von Landshut das Marktrecht verliehen.

 

1423 wurde die Ringmauer fertiggestellt, deren Verlauf noch nachvollzogen werden kann und deren letztes der drei Tore 1903 abgebrochen wurde. In den fünfziger Jahren wurde der bedeutende Pfarrhof abgerissen, der zu der im Landshuter Stil gotischen, dann barockisierten und schließlich neugotisch abgewandelten Pfarrkirche gehörte.

 

 

 

 

Aufsehenerregender Fund von Votivgaben in der ehemaligen Wallfahrtskirche St. Corona im Ortsteil Altenkirchen

 

Gefunden wurden rund 400 Löffel aus Kirsch-, Nussbaum- oder Lindenholz, aber auch aus Horn geschnitzt und zum Teil mit feinen Mustern verziert. Viele der Löffel weisen Gebrauchsspuren auf. Sie wurden vermutlich bei Magenleiden, Erkrankungen des Mund- und Rachenraumes, Zahnschmerzen, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden Sprachproblemen oder auch bei Stummheit geopfert.

 

 

 

 

Vom Bäckersohn in den Adelsstand

 

Der in Frontenhausen geborene Bayerische Rat Christoph Chlingensperg (1651-1720) erlangte als Rechtsprofessor an der Landesuniversität Ingolstadt durch ein Diplom vom 27. Oktober 1693 von Kaiser Leopold I. den rittermäßigen Reichsadelsstand mit Wappenbesserung, worauf die kurbayerische Ausschreibung des kaiserlichen Gnadenaktes nach seinem Tode am 11. August 1728 erfolgte.Angehörige dieser 1693 in den Reichsadelsstand erhobenen Familie waren vor allem als Universitätsgelehrte, Verwaltungsbeamte, Politiker und Militärs im Dienste der Wittelsbacher tätig.

 

Chlingensperg Christoph        Epitaph des Joseph Maria Bernhard von Chlingensperg auf Berg, † 1.03.1811

 

Prof. Dr. jur. Christoph von und zu Chlingensperg nannte sich „auf Schönhofen zu Drachenfels und Stöckenrain“. Er heiratete am 4. Januar 1681 Maria Florentina, geb. Freinhueber. Sie war die Tochter des Landshuter Bürgermeisters Martin Freinhueber. Aus der Ehe gingen 12 lebende Kinder hervor.

 

Der Sohn Bernhard Taddäus Casimir Lorenz gründete die Linie der Chlingensperg auf Schloß Berg (heute Adelmannschloss) bei Landshut. 1774 ist er in Landshut verstorben und wurde mit seiner Gattin Maria Franciska Victoria in der Pfarrkirche Heilig Blut bei Landshut begraben. Zwei bedeutende klassizistische Epitaphien in der Pfarrkirche Hl. Blut wurden vom Landshuter Bildhauer Christian Jorhan für Marianne und Joseph Maria Bernhard von Chlingensperg auf Berg geschaffen.

 

Friedrich Maximilian Anton von Chlingensperg (1860-1944) auf Berg, war ein bayerischer Beamter und Verwaltungsjurist, der auch als Heimat- und Adelsforscher wirkte. Dr. Max Anton Beat von Chlingensperg auf Berg (1841-1927) erforschte zwischen 1884 und 1888 ein umfangreiches germanisches Gräberfeld in Kirchberg (Bad Reichenhall). Er identifizierte dabei 525 Reihengräber und datierte die Funde auf die Zeit zwischen dem frühen 6. Jahrhundert und dem späten 7. Jahrhundert.

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